Mit Hilfe von speziellen Kameras werden Bilder von den Wettersatelliten an die Bodenstationen übermittelt. Diese Bilder geben den Meteorologen Aufschluss über das Wettergeschehen in dem Beobachtungsgebiet. Zusammen mit den anderen Messwerten, die von den Wettersatelliten und Wetterstationen kommen, bilden sie die Grundlage für den täglichen Wetterbericht.
Zur Interpretation der Wetterlage anhand der Wolkenverteilung werden drei Spektralbereiche verwendet:
Der sichtbare Spektralbereich beinhaltet die Wellenlängen des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts. Wolken erkennt man also tagsüber und je stärker, desto höher deren Albedo (Rückstrahlung) ist.
Der infrarote Spektralbereich zeigt über einen Trick auch Wolken in der Nacht. Hier sind die Grauwerte entsprechend den vorhandenen Oberflächentemperaturen abgestuft. Je nach Oberflächentemperatur werden auf technischem Wege die Temperaturbereiche heller oder dunkler dargestellt. Da die Wolkenoberfläche in der Regel viel kälter als die Erdoberfläche ist, können diese auch markant hervorgehoben werden.
Ein ebenfalls verwendeter, aber nur selten benutzter Spektralbereich ist die Wellenlänge, bei der Wasserdampf sowohl kurzwellige als auch langwellige Strahlung absorbiert. Hiermit können Tag und Nacht Gebiete mit erhöhtem Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre dargestellt werden.